MANFAST
Review from SplashMovies.de (In German/Deutsch)
Vier Freundinnen, die gleichzeitig auch die Herausgeberin des Frauenmagazins "Biotch" sind, stecken in einer finanziellen Krise. In dieser Lage bietet ihnen eine gute Freundin einen Deal an - sie bekommen 25.000 Dollar von ihr aus dem Fundus eines Forschungsprojektes, wenn sie für dieses Projekt 100 Tage lang keinen Sex haben. Schweren Herzens gehen sie auf die Sache ein, doch als ein kleiner Lokalsender Wind von der Sache bekommt und ein Millionär 1 Million Dollar für denjenigen auslobt, der eine der vier Freundinnen ins Bett bekommt, wird das Einhalten der auferlegten temporären Enthaltsamkeit alles andere als einfacher.
Meinung zum Film:
Es gibt wohl kaum ein Thema, das in Filmen derartig oft zum zentralen Thema gemacht wurde wie Sex, wohl nur kirchliche Belange können da noch annähernd mithalten. Und wenn vier Frauen, deren Lebensinhalt zum großen Teil aus dem zwischenmenschlichen Bettensport bestehtm, auf einmal aus finanzieller Not und zu Gunsten eines sozialwissenschaftlichen Experimentes auf jegliches Aneinanderreiben mit männlichen Körpern verzichtet, hat dies garantiert einiges an Unterhaltungspotential. Erste Erfahrungen konnte man diesbezüglich ja bereits bei "40 Tage und 40 Nächte" mit Josh Hartnett in der Hauptrolle machen, doch nun gibt es die zweieinhalbfache Zeitspanne mit einem Vierfachen an Personen.
Doch bis es mit dem Spaß so richtig in Fahrt kommt, vergehen fast 20 Minuten, durch die man sich stellenweise richtig quälen und dem Drang abzuschalten widerstehen muss. Es mag zwar durchaus Sinn machen, dem ganzen einen Hintergrund zu verleihen, aber dies könnte durchaus schon einmal auf erheiternde Weise passieren und muss nicht weitestgehend trocken und nüchtern vollzogen werden, um stellenweise in übertrieben alberne Momente zu verfallen. Wenn das Projekt mit der Enthaltsamkeit, auch Fastenzeit genannt, dann erst mal in die Gänge kommt, beginnt auch die Gagdichte ein wenig an Masse aufzunehmen und der Drang zumindest zu Schmunzeln steigt stetig weiter an, allerdings nicht ohne die ein oder andere Länge im Geschehen überstehen zu müssen.
Wer ein Gagfeuerwerk erwartet, ist von daher eindeutig Fehl am Platze, da "Manfast" auch immer wieder ruhigere Momente mit den Versuchen beinhaltet, philosophische oder tiefschürfende Einsichten in die Psyche des Menschen zu zeigen. Dies wäre aber kein großes Problem und es passt stellenweise auch recht gut, das größte Manko des Filmes ist es, das so mancher Dialog nicht so recht zünden will. Wie etwa das Gespräch zwischen den beiden Werbekollegen einer der vier Frauen über die Sinnlosigkeit der Enthaltsamkeits-Aktion. Dieses Gespräch ist so flach, dass man ihn weder als lustig noch als entlarvend ansehen kann. Hinzu kommen auch immer wieder Aktionen, die für den Rahmen des Films einfach viel zu albern daher kommen, um wirklich überzeugen zu können. Durch solche platten Ausfälle will der Funken beim Publikum dann auch nie so recht überspringen und der Film erscheint wie ein Läufer am Start, der nach dem "Ready - Set" nie das "Go" zu hören bekommt, sondern immer wieder ein "On your marks". "Manfast" ist sicherlich sehenswert und hält auch den ein oder anderen guten Einfall parat, kann jedoch nicht so recht überzeugen.
DVD Aufarbeitung:
Das Bild ist nicht sonderlich herausragend. Es wirkt recht grobkörnig und teilweise sind leichte Schatten an den Konturen zu erkennen. Der deutsche Ton in Dolby Digital 5.1 ist sauber abgemischt, dafür gibt es ihn allerdings fast nur von vorne zu hören.
Als Extra gibt es nur den Trailer zum Film.
Fazit:
"Manfast" ist eine nette, kleine Komödie, bei der die gute Stimmung nicht durchweg gehalten werden kann und diese immer wieder von der ein oder anderen Albernheit oder dem ein oder anderen gequält klingenden Dialog unterbrochen wird. Trotzdem bietet sie einige höchst sympathische Momente, für die es sich lohnt, die DVD in den Player zu legen.
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